Absurde Logik erklärt Red-Bull-Dilemma für „gelöst“
Mit einer absurden Logik soll die Red-Bull-Problematik bezüglich Salzburg und Leipzig für gelöst erklärt werden. Von Michael Fiala
Geht es nach der Sport-Bild, so soll das Problem der beiden Red-Bull-Klubs Salzburg und Leipzig hinsichtlich einer gemeinsamen Teilnahme an Europa- oder Champions-League vom Tisch sein.
Das ist hier aber nicht der Fall – weil Salzburg ausgerechnet durch die Transfer-Einnahmen aus Leipzig finanziell großartig dasteht und der Mateschitz-Anteil unterhalb der 30 Prozent liegen wird.
Konkret heißt es in dem Artikel: „Sollte das Investment von Mateschitz bei beiden Vereinen mehr als 30 Prozent der Einnahmen ausmachen, dürfte nur der in der Abschlusstabelle besser platzierte Klub (aktuell Salzburg) in Europa starten. Das ist hier aber nicht der Fall – weil Salzburg ausgerechnet durch die Transfer-Einnahmen aus Leipzig finanziell großartig dasteht und der Mateschitz-Anteil unterhalb der 30 Prozent liegen wird.“
"Nur" 20 Mio. Euro von Red Bull?
Eine Quelle nennt der Artikel nicht und es ist auch zu bezweifeln, dass diese Argumentationslogik bei der UEFA zum Einsatz kommt: Denn die Unabhängigkeit von Salzburg mit den Transfermillionen von Leipzig zu erklären, ist absurd. Somit könnte sich jeder Investor, der bei zwei Klubs engagiert ist, einfach mit absurd hohen Transfersummen einen „Unter-30-Prozent“-Anteil beim anderen Klub „erkaufen“.
Die Bullen haben in der Saison 2015/16 einen Umsatz von 60 Mio. Euro erzielt. Der Anteil des Sponsoring-Gelds von Red Bull dürfte also - laut der Berechnungslogik von Sport-Bild - die Größenordnung von 20 Mio. Euro nicht übersteigen. Man darf also gespannt sein, wie groß der Sponsoren-Anteil in der Saison 2016/17 aktuell wirklich ist.