Oliver Mintzlaff: 'Es wäre verdammt schwierig, Ralph Hasenhüttl zu ersetzen'
Beim SpoBis in Düssledorf sprach Oliver Mintzlaff, Head of Global Soccer bei Red Bull, über die aktuellen Entwicklung in Leipzig, wie wichtig Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl für den Verein sind und wie der Erfolg nachhaltig gesichert werden kann. Von M
Oliver Mintzlaff machte beim SpoBis kein Geheimnis daraus, dass die Personalie Ralf Rangnick bei RB Leipzig derzeit nur sehr schwer zu ersetzen wäre. Auf die Frage, ob der Erfolg auch mit anderen Personen sichergestellt werden kann, meinte Mintzlaff: „Ohne Ralf Rangnick würden wir jetzt nicht in der Bundesliga spielen. Als wir im zweiten Jahr in der zweiten Liga waren und intensiv mit Tuchel verhandelt haben, hat es geheißen: Er kommt, er kommt nicht, er kommt, etc. Irgendwann war es dann zu Ostern klar, dass wir nicht zusammenkommen. Es gab dann zwar Alternativen, aber es war nicht die perfekte Lösung dabei. Ralf Rangnick hat dann Verantwortung übernommen und das Team gecoacht. Es wäre extrem schwierig, einen Ralf Rangnick zu ersetzen.“
Mintzlaff hatte aber auch viel Lob für den aktuellen Trainer Ralph Hasenhüttl und ergänzte: „Es wäre aber auch verdammt schwierig, einen Ralph Hasenhüttl zu ersetzen, weil er einfach perfekt zu Rangnick passt.“
"Wir haben großen Nacholbedarf"
Generell sei Verein aktuell aber vor allem im kommerziellen Bereich noch nicht optimal aufgestellt, da die Geschwindigkeit des sportlichen Erfolgs zu hoch gewesen sei. „Wir haben großen Nachholbedarf. Wir existieren seit sieben Jahren und spielen das erste Jahr in der deutschen Bundesliga. Wir sind mit unseren Strukturen noch nicht Champions-League-tauglich. Der sportliche Bereich ist eindeutig schneller gewachsen als der wirtschaftliche. Die Fluktuation ist im Sport deutlich schneller als im kommerziellen Bereich. Bayern München ist hier mein Lieblings-Benchmark-Klub. Das ist ein Verein, der über viele Jahre sehr konstant und erfolgreich in vielen Bereichen arbeitet. Da sind viele Dinge, wo wir neidisch draufschauen, auch im kommerziellen Bereich. Das ist beeindruckend, was der FC Bayern macht. Wir wollen uns an den besten orientieren und das ist in Deutschland der FC Bayern, ohne Wenn und Aber“, sagt Minztlaff.
Geeignetes Personal zu finden sei laut Mintzlaff schwierig: „Wir sind schon auf der Suche nach ein paar Key-Managern. Es ist nicht so, dass wir bewusst nicht im Fußball-Segment nach diesen Leuten suchen, aber wir haben keine gefunden. Wir haben uns überlegt: Welcher Geschäftsführer passt zu unserem Verein, passt zu unserer Marke und passt auch zu Ralf Rangnick. Diese Person muss man erst einmal finden. Da hatten wir noch nicht den „perfect fit“. Daher haben wir den Radius etwas größer gemacht.“