Der Bundesligadino verdammt zum Abstieg?

  • Geschrieben von Georg Sander, David Goigitzer, Michael Fiala

Alois Hoeller Nov 2016 Gepa PicturesDer SV Mattersburg ist Letzter. Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Der Verein, der seit 15 Saisonen im Profifußball ist, könnte sich bald davon verabschieden. Ein neuer Trainer soll den SVM jetzt in der Liga halten. Von Georg Sander, Michael Fiala und David Goigitzer

 

25 Punkte holte der SVM in der Hinrunde 2015. 28 im gesamten Kalenderjahr 2016. Der Punkteschnitt fiel von 1,25 im Herbst 2015 auf lediglich 0,78 in diesem Jahr. Was ist heute anders als vor einem Jahr? Karim Onisiwo? Ja, aber nicht nur. Der SV Mattersburg versucht am Feld viel, was nicht so recht klappen will. Vielleicht liegt es auch an der Person Markus Karner. Er kam unter Alfred Tatar in der zweiten Liga als Co-Trainer und blieb es unter Ivica Vastic. Wie man sich bei einem von Alfred Tatar geholten Betreuer denken kann, nahm er auch beim bei der Wiener Austria nicht gerade durch taktische Finesse aufgefallenen Vastic eine prägende Rolle ein. Doch mit der Wintervorbereitung 2016 wurde seine Rolle, so berichten Insider, zurück gefahren. Im Sommer ging er, heuerte bei Stegersbach an und Kurt Russ vom Kapfenberger SV kam.

 

Seitdem taumelt eine taktisch allzu oft schwach eingestellte, noch dazu oftmals eher unfit wirkende Truppe, durch die Liga. Kein Team kassiert in der letzten halben Stunde mehr Tore als die Burgenländer. Es wäre aber zu schön, um wahr zu sein, wenn das das einzige Problem der Burgenländer wäre – die ja überhaupt nur so nah dran am schwachen Aufsteiger SKN St. Pölten dran sind, weil es Wetter- und Fußballgott gnädig meinen. Von den letzten acht Zählern wurden drei gegen Red Bull Salzburg erschwommen, einer gegen einen angeschlagenen SK Rapid geholt und auch über den Zufall, der die Führung gegen die Admira brachte, braucht man kaum zu diskutieren. 14 Punkte aus 20 Spielen sind deutlich zu wenig.

 

Raus reißen soll die Mattersburger nun ein neuer Trainer. Ein spätes Ziehen an der Reißleine, denn dass Vastic sich im Oberhaus schwer tut, hatte er schon im Frühjahr bewiesen. Vor allem auch, weil Gerald Baumgartner den Beweis, dass er es ganz oben kann, noch schuldig geblieben ist. Richtig erfolgreich war er mit dem FC Pasching und dem SKN St. Pölten, wohlgemerkt im Cup. Vielleicht die richtige Aufgabe, ist nun doch jedes Spiel ein KO-Spiel. Dass sich Baumgartner mit dem SVM schon beschäftigt hat, zeigt wohl auch, dass er mit Martin Baier seinen eigenen Athletikcoach mitgebracht hat. Aus burgenländischer Sicht könnte das aber alles zu spät gewesen sein.

 

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